Freitag, 18.05.2012 15:52 Uhr

Autofahrer müssen wieder blechen

Verfasser: HE Offenbach, 04.02.2012, 14:49 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Wirtschaft und Finanzen +++ Bericht 2602x gelesen

Offenbach [ENA] Der Unterhalt für das geliebte Fahrzeug ist für manchen nicht mehr zu bezahlen. Der Autoclub Europa (ACE) fordert deshalb mehr Wettbewerb und Transparenz im Bereich Versicherungen und bei den Benzinpreisen. Auch ein gerechters Steuersystem wäre von Nutzen. Schon in der Vergangenheit waren die Preise für Dienste und Güter rund ums Auto den Lebenshaltungskosten weit voraus.

In den letzten 5 Jahren stiegen die Autokosten um 41 Prozent. Die Nettolöhne der Arbeitnehmer sanken um 1, 2 Prozent. Es ist nicht Vater Staat, der die Autofahrer schröpft. Größere Abzocker sind die Versicherungen und die Ölkonzerne. Die Kosten für die Kfz-Versicherung stiegen in den letzten 5 Jahren um 18 Prozent. Warum? Es waren doch weniger Tote und Verletzte zu verzeichnen. Aber auch die Tankstellen griffen heftig in die Taschen der Autofahrer; im Jahr 2010 zahlten die Autofahrer im Schnitt 16 Prozent mehr für Benzin und Öl, als noch vor 5 Jahren! Vor allem die Dieselfahrer mussten mehr zahlen, obwohl sie ja schon beim Kauf des Wagens und dann bei der Steuer mehr zahlen müssen.

Man kann dies der Politik, vornehmlich den Regierungsparteien vorwerfen, hier nichts für den Wettbewerb bei den Kraftstoffpreisen getan zu haben. Selbst das Kartellamt hatte im vergangenen Jahr festgestellt, dass ein Oligopol der fünf Ölmultis den deutschen Markt dominiere. Dies, so die Feststellung der Kartellbehörden, ohne kartellwidrige Absprachen. Es sollte deshalb ein Entflechtungsgesetz und eine Tankstellenverordnung auf den Weg gebracht werden. Was soll es denn, dass die Tankstellen am Tag dreimal die Preise verändern dürfen. Manchmal sogar nach unten. Wegen einer eventuell auftretenden Ölknappheit ist hier sogar mit einer Preisexplosion zu rechnen, wenn der Streit zwischen Iran und den USA weiter eskaliert.

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